ETFs (Exchange Traded Funds)

Exchange Trading Funds (Abk.:ETF) sind börsengehandelte Investmentfonds, die einen vorher festgelegten Index nahezu identisch abbilden. Durch den Erwerb eines ETFs können Investoren mittels einer einzigen Transaktion alle im Index erhaltenen Werte erhalten Anders als bei aktiv verwalteten Publikumsfonds findet keine Einzeltitelauswahl statt.

In den USA gibt es ETFs seit 1993, seit Jahr 2000 auch in Deutschland.

Vorteile

1. Kosten

Im Verhältnis zu aktiven Fonds ist ein ETF sehr kostengünstig, da einerseits kein aktives Management anfällt und andererseits die Transaktionskosten innerhalb des Portfolios sehr gering sind, da Veränderungen des Indexes selten stattfinden. Des Weiteren fällt bei ETFs kein Ausgabeaufschlag an.

2. Flexibilität

ETFs sind wie Aktien jederzeit zu den Börsenhandelszeiten ab einem Stück handelbar. Anlagestrategien lassen sich einfach und kostengünstig umzusetzen. Mit Hilfe von ETFs besteht die Möglichkeit in Märkten zu investieren, die sonst keinen Zugang für ausländische Investoren bieten würden.

3. Transparenz

Die Veröffentlichung der Zusammensetzung des Portfolios erfolgt auf täglicher Basis. Einzigartig ist darüber hinaus die fortlaufende Berechnung des Nettoinventarwertes.

4. Sicherheit

ETFs sind laut Investmentgesetz Sondervermögen, d.h. dass die Vermögensgegenstände eines Investmentfonds getrennt von der Kapitalanlagegesellschaft bei der Depotbank verwahrt werden. Die zum Investmentvermögen gehörenden Guthaben werden auf Sperrkonten geführt. Ferner hängt das investierte Vermögen der Anleger nicht von der wirtschaftlichen Situation der Fondsgesellschaft ab, da bei Insolvenz dieses Sondervermögen gesetzlich geschützt ist und nicht in die Konkursmasse eingeht. Diese Struktur ist der entscheidende Unterschied zu Indexzertifikaten, die als Inhaberschuldverschreibungen emittiert werden.

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